Kapitel 1

DIE REUE

POKAJANIJE

UdSSR 1987, R: Tengiz Abuladze

Format: HD-File // Sprachfassung: OmU

Filmklassiker aus der Perestroika-Zeit. Der Regisseur selber bezeichnete seine Totalitarismus-Metapher als „Schwalbe der Perestroika“. Die absurd-surrealistische Geschichte über den tyrannischen Bürgermeister einer georgischen Kleinstadt lief nach anfänglichem Verbot ab 1986 in der Sowjetunion und wurde im Oktober 1987 zum Gegenstand einer Filmkritik in der „Jungen Welt“, die als deutliches Zeichen der Abkoppelung der DDR-Regierung von Glasnost und Perestroika interpretiert wurde.

Varlam Aravidze, der Bürgermeister einer kleinen georgischen Stadt, kommt auch nach seinem Tod nie zur Ruhe, da er für den stalinistischen Terror in seiner Stadt verantwortlich war.  Tengiz Abuladze porträtiert ihn als  Ungeheuer, das Stalins Geheimdienstchef Lawrentij Berija ähnelt und Schwarzhemd und Hitler-Bart trägt.
Zentrales Thema des Filmes ist die persönliche Verantwortung: Handelt das tyrannische Regime anonym und funktioniert ohne Täter, die es stützen? Oder stellt sich hier die Frage nach der Verantwortung jedes Einzelnen?
DIE REUE gewann 1987 den „Nika“, den wichtigsten Filmpreis in der damaligen Sowjetunion, und den Großen Preis der Jury beim Filmfestival in Cannes.

SwS