Abschlussveranstaltung

DER LETZTE BRUDERKUSS
26. April 2018 | 19:00 Uhr | BrotfabrikKino Berlin

THE WOLF FROM ROYAL VINEYARD STREET | VLK Z KRÁLOVSKÝCH VINOHRAG

Filmstill aus THE WOLF FROM ROYAL VINEYARD STREET | VLK Z KRÁLOVSKÝCH VINOHRAG

Die bundesweite Filmreihe BRUDERKUSS – VISION UND ALLTAG IM SOZIALISMUS geht zu Ende. Zur Abschlussveranstaltung am 26. April 2018 zeigt das BrotfabrikKino in Berlin THE WOLF FROM ROYAL VINEYARD STREET von Jan Němec. Der 2016 verstorbene Regisseur, einer der Wegbereiter der tschechoslowakischen „Neuen Welle“, inszenierte mit diesem Film eine selbstironische Rückschau auf sein eigenes Leben: Cannes 1968. Drei tschechoslowakische Filme werden um die in Aussicht gestellten Preise gebracht, weil politisch linksstehende Filmemacher um Jean-Luc Godard den Abbruch des Festivals erzwangen.

Das 27. FilmFestival Cottbus widmete der Filmreihe BRUDERKUSS ein gleichnamiges SPECIAL und zeigte mit THE WOLF FROM ROYAL VINEYARD STREET und sieben weiteren Filmen eine Auswahl des Tourneeprogramms.
Diese Reihe betrachtete 100 Jahre nach der Oktoberrevolution sozialistische Realitäten im osteuropäischen Kino und zeichnete ein Bild von der Zerrissenheit zwischen Vision, Alltag, Ideologie und Wirklichkeit. Der reale Sozialismus veranlasste viele Filmemacher vor, während und nach der Wende zur kritischen Kommentierung der sozialistischen Herrschaftsverhältnisse. BRUDERKUSS – VISION UND ALLTAG IM SOZIALISMUS bot einen umfassenden Überblick, wie diese politische Kritik am Sozialismus aussah.

Dr. Christina Frankenberg (Stellvertretende Direktorin des Tschechischen Zentrums in Berlin), Dr. Claus Löser (Programmleiter BrotfabrikKino) und Bernd Buder (Programmdirektor des FilmFestival Cottbus) ziehen im Anschluss an die Vorführung im BrotfabrikKino ein Resümee zur Filmreihe. Die Gesprächsrunde erörtert dabei auch, was Film als Medium und Programme wie der BRUDERKUSS in der kulturellen, politischen und historischen Bildung heutzutage leisten können.

Die Reihe „Bruderkuss – Vision und Alltag im Sozialismus“ wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt.

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